BildungsNetzwerk St. Wendeler Land

Bücherbäume – Symbole der Kommunalen Bildungslandschaften

Die Bücherbäume greifen die Idee der „offenen Bücherschränke“ auf, bei denen jeder ausgediente Bücher einstellen und nach Interesse auch welche ausleihen oder mitnehmen kann. Sie sind in der ureigenen Form von echten Bäumen mit Fächern zum Abstellen der Bücher gestaltet und stehen frei zugänglich für jedermann an herausragenden Standorten der Gemeinden.

Gleichzeitig dienen sie als Symbol der Kommunalen Bildungslandschaften: Bäume sind elementarer Bestandteil der Natur und dienen doch gleichzeitig als Rohstoff für Papier – aus dem die Bücher entstehen. Sie verbinden damit in idealer Form Natur und Kultur. Die Mitglieder der Holz-Gruppe der KuLanI gestalten sie individuell nach den Wünschen der jeweiligen Gemeinden. Mittlerweile wurden in vier Gemeinden insgesamt sechs Bücherbäume aufgestellt:

Der Nohfelder Bücherbaum erhält durch das „historische Ensemble der Amtsgewalt“ an seinem Standort eine besondere Note: er weist auf die Geschichte der Gemeinde hin und verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart – ein „außerschulischer Lernort“ für sich. Außerdem steht er direkt vor zwei weiteren außerschulischen Lernorten: der Burg und dem Museum für Mode und Tracht. Der Kinder-Bücherbaum der Gemeinde Nohfelden steht am außerschulischen Lernort „Nahequelle“, dort können die Besonderheiten der Natur aber auch geschichtliche Hintergründe erklärt werden.

Auch die Gemeinde Tholey weist zwei Bücherbäume auf, einen für Erwachsene am Herzweg zum Schaumberg und einen Kinder-Bücherbaum auf dessen Plateau. Dort findet sich ebenfalls ein wunderbarer außerschulischer Lernort – im Turm kann zum einen die Geschichte des Schaumberger Landes erkundet werden. Zum anderen ist es ein perfekter Ort zum Begreifen der „COZWO“-Problematik. Und außerdem symbolisiert der Kinderbücherbaum kindgerecht die „Geschichte“ von Tholey: Aus den Seitenästen wachsen nämlich drei Tholeyer Symbole: ein modellierter Pinienzapfen für die Römische Zeit im Wareswald, ein Kolkrabe, der Wappenvogel der fränkischen Abtei und schließlich Tholix, das Wahrzeichen für die keltische Vergangenheit des Schaumberger Landes.

Auf dem Wendelinushof steht der Bücherbaum der Stadt St. Wendel. Hier lassen sich in idealer Weise „kleine Kreisläufe“ von Produktion – Verarbeitung- Verkauf an mehreren Sparten der landwirtschaftlichen Produktion nachvollziehen und erklären: Tierhaltung und –mast, Gärtnerei und Obstanbau und Getreideanbau – all dies ist an diesem außerschulischen Lernort lehrbar und lernbar.

Die Gemeinde Freisen hat sich eine Besonderheit ausgedacht: einen mobilen Bücherbaum, der an alle Bildungseinrichtungen gebracht werden kann. Oder auch an verschiedene außerschulische Lernorte.

So haben alle Bücherbäume auch ihre Geschichte. Bildung spielt eine Schlüsselrolle bei der Sicherung unserer Zukunft. Der Bücherbaum als Symbol für das BildungsNetzwerk St. Wendeler Land signalisiert: das St. Wendeler Land ist eine Region, die der Bildung hohe Priorität einräumt.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Dieses Vorhaben wird nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 im Rahmen der LEADER-Strategie der Region aus Mitteln der Europäischen Union und des Saarlandes gefördert. Weitere informationen unter www.eler.saarland.de

BildungsNetzwerk St. Wendeler Land

Eva Henn
Wendelinushof
66606 St. Wendel

Tel.: (06851) 912968